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Treppeln

Treppeln wurde 1994 als schönstes Dorf des gesamten Landkreises Oder - Spree ausgezeichnet. Die von Kastanien und alten Linden gesäumte Dorfstraße führt durch das gepflegte Gassendorf. Am Oberende, wo die Chaussee ins Schlaubetal weiterführt, stehen noch die massiven Feldsteingebäude des ehemaligen Vorwerks des Klosters, die Ende des 17. Jahrhunderts Abt Eugenius neu herstellen ließ.

1897 wurde die Domäne dann aufgelöst. Ein ehemaliges Gesindehaus im Dorf, Ständerfachwerk - Ziegelbau,
ca. 1820 erbaut, steht unter Denkmalschutz. Der Name des Dorfes ist sorbischen Ursprungs. Schon während der Bronzezeit vor 3000 Jahren siedelten hier Menschen, wie sagenumwobene Funde zeigen.

Keine Sage ist der Bericht über den aus Treppeln stammenden Georg Wollenberg, der um 1730 mit den aufrührerischen Bauern alte Rechte vom Kloster wieder einforderte. Am Unterende befindet sich seit 1692 der Dorfkrug, heute noch Gaststätte und Pension. Eine weitere neue "Pension" gibt es in der Nachbarschaft: 20 Pferde sind hier untergebracht; es wird für die Zukunft investiert.

Treppeln (313 Einwohner) hat im Vergleich zu den andern Dörfern des Amtes den größten Waldanteil in seiner Gemarkung, und die Quelle der Schlaube liegt im Wiesengrund am Wirchensee. An die Oderfront 1945 erinnern einige gepflegte Kriegsgräber auf dem Dorffriedhof.

Texte:
Hildegard Schneider, Neuzelle